Eine zu langsame Website gefällt weder Google noch Ihren Besuchern. Wir wollen das Thema „Pagespeed“ etwas genauer beleuchten und Ihnen helfen, Ihre Website auch ohne umfassende technische Kenntnisse im Spitzenfeld zu platzieren.

Wer heute noch eine Website mit schlechter Perfomance betreibt wird es im Internet nicht leicht haben. Bekanntlich ist der Pagespeed für Google einer der wichtigsten Ranking-Faktoren. Bevor man das Thema jedoch von der „SEO-Seite“ betrachtet, sollte man sich in den Besucher einer Internetseiten hineinversetzen. Immerhin ist Zeit ein sehr knappes Gut und so wundert es nicht, dass zu langsame Seiten eine sehr hohe Absprungrate aufweisen. Mit anderen Worten: Schnelle Ladezeiten sind als Teil der Benutzfreundlichkeit zu betrachten, die von Usern durch eine längere Verweildauer goutiert werden.

Die erste Messung

Zuerst sollten Sie sich darüber informieren wie es um den Pagespeed auf Ihrer Seite genau bestellt ist. Für eine erste Messung empfielt sich der Einsatz des Entwicklertools über den Browser Google-Chrome.

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Zuerst rufen Sie die gewünschte Website auf, klicken die rechte Maustaste und gehen anschließend ganz unten auf „Untersuchen“.

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Es öffnet sich das Entwicklertool. Nun führen Sie einen Hard-Reload durch.

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Dazu klicken Sie auf „Network“ und geben anschließend die Tastenkombination Strg+R ein.

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Die Seite wird jetzt neu geladen und sie erhalten Informationen über die Ladezeit und den geladenen Inhalt. Ein akzeptabler Wert läge bei 1,5 bis 3 Sekunden. Sollten Sie diesen nicht erreichen, müssen definitiv Maßnahmen ergriffen werden.

 Wertvolle Onlinetools

Des weiteren gibt es verschiedene sehr informative Onlinetools die Ihnen kostenlos zur Verfügung stehen. Etwa Pagespeed Insights von Google, welches 2018 überbeitet wurde und übersichtliche Grundinformationen bietet.

Wer anschließend mehr in die Tiefe gehen möchte sollte sich GTmetrix, WEBPAGETEST und Pingdom genauer ansehen. Wobei zu beachten gilt das jedes dieser Tools verschiedene Messkriterien verwendet. Etwas Fachwissen ist also empfehlenswert.

Bilder als Pagespeed-Bremse

Bilder sind die Seele einer Website. Auf Grund Ihres Datenumfangs wirken sie sich allerdings wie eine angezogene Handbremse auf die Ladezeiten aus. Darum ist es wichtig das gewünschte Bildmaterial schon im Vorfeld richtig zu bearbeiten. Mit einem preiswerten Grafikprogramm wie Photoshop Elements (abgespeckte Version von PhotoShop), lassen sich Bilder auf die benötigte Größe zuschneiten und im JPEG-Format auf einer mittleren Qualitätsstufe abspeichern. Optisch wird kein großer Unterschied zwischen dem Original und dem bearbeiteten Bild festzustellen sein. An Ressourcen haben Sie allerdings jetzt schon einiges eingespart. 

Darüber hinaus lässt sich über diverse Plugins die Geschwindigkeit Ihrer Seite weiter nach oben treiben. Viele WordPress-User verwenden Tools wie WP-Smush oder den EWWW Image Optimizer. Recht beliebt sind auch der ShortPixel Image Optimizer oder Optimus.

Welches Plugin wie am Besten funktioniert muss an der jeweiligen Seite getestet werden. Besonders positiv: Diese Plugins sind in ihrer Basis-Version alle kostenlos und ein Upgrade ist nicht unbedingt notwendig.

Unser Tipp zur Bildoptimierung

Für unsere Kunden-Websites verwenden wir zur Bildoptimierung fast ausschließlich TinyPng. Das Tool mit dem Panda überzeugt durch eine effiziente und messbare Beschleunigung der Website, ohne sichtbaren Qualitätsverlust bei JEPG- und PNG-Formaten.

Neben der Möglichkeit Bilder über die Tiny-Website zu optimieren, empfielt sich die Installation des Tiny-Plugins. Nachdem ein Account angelegt wurde, werden Ihnen jeden Monat 500 Credits zur Bildoptimierung zur Verfügung gestellt. Wem das nicht reicht, der kann für wenig Geld auch Guthaben nachkaufen.

Das richtige Hosting für Ihr Projekt

Generell gibt: Sparen Sie nicht beim Hosting! Besonders große Anbieter verkaufen gerne Webspacepakte für ein paar Euro im Monat. Geworben wird mit dem besten Server und herausragender Geschwindigkeit, praktisch ist dies aber nicht der Fall, da auf den Servern oft hunderte von Websites liegen.

Um es kurz zu machen: Für kleine Firmen- oder Projektseiten ist meistens nicht das Budget vorhanden um sich einen Root-Server für 50 EUR oder mehr im Monat zu leisten, obwohl wir dies selbstverständlich empfehlen. Alternativ geht es aber auch mit einem V-Server der auf einem Root-Server liegt. Man teilt sich hier zwar evebso die Ressourcen des Rechners, allerdings ist die Zahl der „Nachbarn“ auf dem Server begrenzt (im Idealfall 10-20).

Was dann die verschiedenen Anbieter betrifft, sollten Sie einen Hoster wählen der über einen guten Kundenservice mit kompetenten Mitarbeitern verfügt. Bei den großen Anbietern ist dies unserer Erfahrung nach nicht immer der Fall.

Im Bereich der preiswerteren Companies empfehlen wir W4Y. Beim österreichischen Anbieter mit Sitz in Linz stimmte bisher das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Firma wurde vor kurzem allerdings von einem ausländischen Unternehmen übernommen. Es bleibt zu hoffen das Service und Qualität weiter stimmen.

Ausschau halten kann man auch nach regionalen, kleineren Anbietern die oft gute Pakete anbieten. Der Vorteil hier liegt sicher bei der persönlichen Ansprache, die bei den Big Playern eben nicht vorhanden ist.

Letzer Hinweis zum Thema Hosting: Wer noch immer nicht auf HTTPS umgestellt hat sollte dies schleunigst nachholen. Mehr zum Thema SSL-Zertifikat gibt es hier nachzulesen: HTTPS, SSL & SEO: „Wer braucht welches Zertifikat?“

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Code-Komprimierung und Cache

Ein weiterer effektiver Schritt zu einer schnelleren Website ist das Komprimieren der Java-Script und CSS-Dateien. Dieses läßt sich ebenso einfach per Plugin lösen wie das Caching für Ihre Website. Ähnlich wie bei der Bildoptimierung bieten sich hier verschiedene Plugins an, die in der Basisversion kostenlos sind. Häufig verwendet werden WP Fastest Cache bzw. W3 Total Cache. WP Fastest Cache bietet den Vorteil das es in der Basisversion einfach einzurichten ist. Wichtig: Bitte immer ein Backup der Seite machen bevor Sie diese Tools testen. Eine Garatnie darauf das die vorgeschlagenen Maßnahmen ohne Fehler funktionieren gibt es nicht!

Grundeinstellungen für WP Fastest Cache:

Die Pagespeed-Rakete

Das nach unserer Erfahrung beste Plugin für die Optimierung Ihres Pagespeeds ist WP-Rocket. Dabei handelt es sich um ein Premium Performance Plugin, das zwar nicht kostenlos ist aber die erwähnten Funktionen der Code-Komprimierung bzw. das caching bereits beinhaltet. Darüber hinaus bietet es weitere Verbesserungen, die man als Laie eigenhändig nur schwer auf seiner WordPress-Seite umsetzen kann. Hier eine Funktions-Übersicht:

  • Html-Code minimieren
  • CSS und JS minimieren
  • CSS- und JS-Dateien zusammenfügen
  • JS-Dateien im Footer laden
  • asynchrones Laden
  • Datenbank Cleaner
  • Browser-Caching
  • CDN-Support
  • Cache befüllen
  • Google Font Optimierung
  • Lazy Load
  • Critical CSS
  • GZip-Kompression

Unser Tipp zum Geld sparen

Als Anfänger sollten Sie zuerst das einfach zu bedienende und kostenlose Plugin WP Fastest Cache installieren. Bei Anbietern wie WP-Rocket gibt es immer wieder Aktionen, vor allem am Black Friday. Nutzen Sie diese, die Anschaffung von Premium-Plugins lohnt sich eigentlich immer!

Trotz dieser Fülle an Möglichkeiten ist WP-Rocket gut erklärt und einfach zu bedienen. Wer dennoch Probleme hat sollte sich nicht scheuen den Support zu kontaktieren, der freundlich, kompetent und zuvorkommend auftritt. Für die Betreiber von mehreren Websites gibt es eine preisewertere Agenturlösung.

Zum Schluss sei noch einmal darauf hingewiesen, dass der Pagespeed Ihrer Website zu den wichtigsten Ranking-Faktoren für Goolge zählt. Das Thema sollten deshalb ein wesentlicher Teil Ihrer Online-Strategie sein. Ihr Vorteil: Mit WordPress lässt sich dank der verschiedenen Plugins vieles auch ohne umfassender Programmierkenntnisse lösen. Sollten wir mit diesem Beitrag nicht alle Fragen beantwortet haben kontaktieren Sie uns bitte. Wir freuen uns Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.